Do., 08. Oktober, 18:30 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Vertraute Fremde: Wie ich die DDR und ihre Bürger verstehen lernte

Der Journalist Peter Pragal über seine Korrespondenten-Zeit in Ost-Berlin

Der Autor liest aus seinem Buch „Der geduldete Klassenfeind“ und berichtet über die friedliche Revolution, über das Ende der SED-Diktatur und den Mauerfall, den er in Ost-Berlin hautnah erlebte

Er verlegte als der Erste unter den akkreditierten westdeutschen Korrespondenten 1974 seinen Wohnsitz in die DDR-Hauptstadt und zog mit seiner Familie von München nach Ost-Berlin. Dort lebte und arbeitete er insgesamt zwölf Jahre unter den Augen und Ohren der Stasi. In seinem Buch „Der geduldete Klassenfeind“ schildert er seine Erkundungen des DDR-Alltags sowie seine Erfahrungen mit Spitzeln, Funktionären, der Grenze und ihren uniformierten Wächtern. Er erzählt, wie er und seine Frau ostdeutsche Bürger kennenlernten, worüber sie sich mit ihren neuen Bekannten und Freunden stritten und wie sie lernten, die sozialistische Gesellschaft mit den Augen der Einheimischen wahrzunehmen. Mit der Schärfe seines Blicks für die Unzulänglichkeiten des „Arbeiter- und Bauernstaates“ wuchs sein Verständnis für die Menschen, die sich mit diesem System arrangieren mussten. Detailliert beschreibt er die Oppositionsbewegung, den Verlauf der friedlichen Revolution, den Zusammenbruch der SED-Diktatur und die Grenzöffnung am 9. November 1989, die er als Augenzeuge am Grenzübergang Bornholmer Straße erlebte.

 Moderation: Heidrun Bleeck, Akademie 55 +. Karten können beim Veranstalter reserviert werden.

Die Veranstalutng wird von der Bürgerstiftung Darmstadt gefördert

Veranstalter Akademie 55plus Darmstadt e.V.

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