Literaturhaus, Textwerkstatt 3. OG
Eintritt solidarisch 30–60 Euro für den gesamten Workshop.
In jüngster Zeit wird Geschlechtlichkeit in ihren verschiedenen Ausprägungen sprachlich oft markiert und auf diese Weise scheinbar in ihrer Relevanz hervorgehoben. Was bedeutet die Kategorie „Geschlecht“ im Leben der Menschen, bezogen auf den Körper, die Leiblichkeit, die eigene Biographie und die darin eingebetteten Diskurse? Darauf geben sprachliche Markierungen von Geschlechtlichkeit selten eine Antwort. Im Forschungslabor Gender werden sie in den Mittelpunkt einer interaktiven und ergebnisoffenen Verständigung genommen.
Wir erforschen gemeinsam, wie sich Geschlechtlichkeit im persönlichen Leben auswirkt, von den familiären Zuschreibungen in der Kindheit über die Erlebnisse geschlechtlicher Reifung in der Jugend bis hin zum Erfahrungsspektrum des Erwachsenen. Wir sammeln unsere Kenntnisse und erkunden unsere Erfahrungen im Hinblick darauf, wie sich „Gender“ einschreibt und/oder aufdrängt und welche Spielräume wir haben, um uns persönlich dazu zu verhalten. Dabei richtet sich der Erkenntnisprozess auf das Verhältnis von Entwurf und Unverfügbarkeit in der geschlechtlichen Biographie. So wird es zum Beispiel auch darum gehen, welche Möglichkeiten neue Körpertechnologien für das Verständnis von Geschlechtlichkeit eröffnen und welche ethischen Herausforderungen damit verbunden sind.
In einer abschließenden Diskussion werten wir den Forschungsprozess mit den darin entstandenen leitenden Themen zur Kategorie Geschlecht aus.
Tages-Workshop: von 11 Uhr bis 17 Uhr (inklusive Mittagspause).Teilnahme nur nach Anmeldung.
Veranstalter Institut für Praxis der Philosophie e.V.