Exklusiv für KAD-Mitglieder
Eintritt 8 Euro pro Person
Erstmals präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt die expressiven Papierarbeiten von Hedwig Kruse (Frankfurt am Main 1895–1991 Seeheim-Jugenheim). Ihre Werke kreisen um ihre Rolle als Künstlerin, als Angebetete, Geliebte, Mutter oder verlassene Frau. Ihrer Zeit enthoben und gleichzeitig dieser weit voraus, schuf sie ein Crossover der Kulturen. Darin verbinden sich antike Mythologie, Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam. Ihre ungemein dichten Bilder zeigen fantastische Wesen, Figuren aus Mystik und Märchen. Sie leben von der Linie und leuchtenden Farben.
Die Tochter des Frankfurter Malers Hermann Kruse studierte in München an der Kunstgewerbeschule. 1917 begann sie mit eigenständigen Arbeiten eine vielversprechende Karriere als Druckkünstlerin. Dieser künstlerische Weg wurde 1935 durch das Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten jäh abgebrochen. Auch wenn Hedwig Kruse, die 1939 den Bildhauer Hermann Geibel (1889–1972) heiratete, nach 1945 weiter künstlerisch arbeitete, blieb die Zäsur durch den Zweiten Weltkrieg für sie unüberwindbar. Die Künstlerin, die ihre Werke immer mit ihrem Mädchennamen »Kruse« signierte, fand zeitlebens keine gebührende kunsthistorische Würdigung.
Das Hessische Landesmuseum Darmstadt besitzt den gesamten graphischen Nachlass von Hedwig Kruse. Ihr Oeuvre umfasst neben aufwändigen Collagen aus Glanzpapier vor allem Farbholzschnitte.
Die Präsentation zeigt die autobiographisch gefärbten Traumwelten Kruses und erinnert an eine fast vergessene Künstlerin.
Treffpunkt: Foyer des HLMD. Exklusiv für KAD-Mitglieder. Da die Teilnehmerzahl limitiert ist, bitten wir um eine Anmeldung unter info@kunstarchivdarmstadt.de
Veranstalter Kunst Archiv Darmstadt e.V.