Fr., 16. Oktober - Sa., 17. Oktober, 14:30 - 19:30 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Eintritt 20 Euro, Teilnahme nur auf Einladung möglich, Anmeldung an re.boehme@t-online.de

Institut für Praxis der Philosophie e. V. - Herbsttagung 2020

Analoge Kompetenzen im digitalen Zeitalter - Die Lage nach Corona

Das digitale Zeitalter kommt über uns wie eine Naturentwicklung. Doch es gibt keinen Zweifel daran, dass es von politisch-wirtschaftlichen Kräften vorangetrieben wird. Inzwischen hat die Digitalisierung der Gesellschaft durch die Corona-Krise einen ungeheuren Schub erhalten: Digitale Medien wurden weitgehend als Substitute für analoge Verhaltensweisen eingesetzt – von der Schule, über politische Konferenzen und Kulturkonsum bis zum e-commerce.

Der breite öffentliche Diskurs über das Für und Wider dieser Entwicklung und die dazu eingerichteten Ethik-Kommissionen fordern allerdings nur, dass die Digitalisierung der Gesellschaft human gestaltet werden solle. Was man jedoch unter Digitalisierung in diesem Diskurs versteht, bleibt in Ermangelung von Alternativen im Dunkel; wichtiger noch: man fragt nicht danach, was im Rücken der Digitalisierungs-Entwicklung geschieht. Deshalb fragen wir nach den analogen Kompetenzen.

Unsere These ist: die analogen Kompetenzen veröden, werden verlernt oder – in der heranwachsenden – Generation gar nicht erst erlernt. Das einfachste Beispiel dafür ist die Wirkung des alltäglich benutzten Navigationsgerätes: was dadurch verödet, ist die Fähigkeit der analogen Raumorientierung, d.h. durch Körpergefühl, Himmelsrichtungen, landmarks, Karten etc.

Tagungsprogramm:

Prof. Dr. Gernot Böhme, IPPh: Einführung „Analog vs. digital. Der öffentliche Diskurs und Alternativen zur Digitalisierung in der Praxis“

Prof. Dr. Kai Buchholz, IPPh, mit Prof. Justus Theinert, HdA: „Gestaltung und sinnliche Erfahrung.“

Pd. Dr. Ute Gahlings, IPPh, „Die Sehnsucht nach existenzieller Resonanz in virtualisierten Lebensformen“.

Studiendirektor Wolfgang Reinert, IPPh: „Was Hänschen mit dem Tablet lernt - Digitalisierung in Schule und Bildung“.

Dr. Rebecca Böhme, Ass. Professorin an der Universität Linköping/Schweden. „Leibliche Kommunikation und Interaktion - eine neuropsychologische Perspektive“.

Dr. Jan C. Schmidt, Prof. f. Philosophie an der Univ. of Applied Sciences, Darmstadt: „Verlust an Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Zeitalter der Informatisierung?“

Eingeschränkte Teilnehmerzahl. Teilnahme nur auf Einladung möglich. Bitte wenden Sie sich an re.boehme@t-online.de

Veranstalter Institut für Praxis der Philosophie e.V.

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