Do., 11. März, 19:00 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Lesung

Eintritt Eintritt frei, Spenden willkommen

„…Wie kurz das Leben für mich noch ist und wie viel noch zu lernen wäre!“ Erinnerung an Rosa Luxemburg (5. 3. 1871 – 15. 1. 1919) anläßlich ihres 150. Geburtstages

Referent: Karlheinz Müller, Lesung: Dagmar Müller

Die in Zamość, damals Russisch-Polen, in einer bürgerlichen jüdischen Familie geborene Rosa Luxemburg besuchte in Warschau das angesehenste Gymnasium und war die beste Absolventin ihres Jahrganges, gleichzeitig betätigte sie sich in illegalen politischen Zirkeln.

1889 floh sie in die Schweiz, studierte Biologie, Mathematik, öffentliches Recht, Staatswissenschaften, Geschichte und Philosophie und wurde 1897 promoviert; sie ging nach Berlin, wo sie sich als Führerin des linken Flügels innerhalb der SPD einen Ruf als Theoretikerin des Marxismus erwarb. Ihre Angriffe gegen Militarismus und Imperialismus führten zu wiederholten Verhaftungen. Wegen ihrer bedingungslosen pazifistischen Haltung war sie von Juni 1916 bis November 1918 in „Sicherheitsverwahrung“. Nach der Haftentlassung war sie Redakteurin der „Roten Fahne“ und Mitbegründerin der KPD.

Am 15. Januar 1919 wurden sie und Karl Liebknecht von rechtsnationalen Freikorps ergriffen, mißhandelt und ermordet. Ihre „Briefe aus dem Gefängnis“ sind ein Zeugnis ihrer Menschlichkeit und Empathie, ihrer vielfältigen Begabungen, ihrer Sensibilität und Liebesfähigkeit wie auch ihrer umfassenden Bildung. Alfred Döblin, der ihr im dritten Buch seines monumentalen Romans „November 1918“ ein Denkmal setzte, schrieb über sie: „Rosa, Revolutionärin seit frühester Jugend, erstarrte nie in einer Doktrin, ihre große Menschlichkeit schützte sie davor, denn es ist Menschlichkeit, die sie zur Revolutionärin gemacht hatte.“

In Kooperation mit Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde

Veranstalter Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger jüdischer Dichtung e. V. und Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V.

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