Di., 05. November, 19:00 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Gespräch, Lesung

Eintritt 6€, ermäßigt 4€

Ein empfindsamer Mensch

Jáchym Topol

Vermessung Europas, aberwitziger Roadtrip, sensible Familienchronik, Parodie auf Mauern im Kopf und zwischen Ländern

Als »politischer Gegenwartsroman« wurde Topols neuer Roman in Tschechien gefeiert. Er spielt 2015 und nimmt Motive aus seiner mitteleuropäischen 1989er-Road-Novel Die Schwester auf, mit der Topol als junger Dichter berühmt wurde. Damals reisten seine Helden durch eine Landschaft nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, die ihnen die Lavabrocken der Vergangenheit vor die Füße schleuderte – alles war in Bewegung, die einst geschlossenen Gesellschaften brachen auf in eine ungewisse, aber lockende Freiheit.

In der Jury-Begründung zum Buch des Monats heißt es: „Jáchym Topols Roman Ein empfindsamer Mensch macht es dem Leser nicht leicht und belohnt ihn zugleich für jede Anstrengung. … mit wachem Blick für unsere Gegenwart, mit Ernst und Komik und spürbarer Sorge um ein Europa, das auseinanderzubrechen droht.“

Jáchym Topol, 1962 in Prag geboren, war nicht nur der Star des literarischen und musikalischen Underground vor 1989, sondern ist bis heute der bekannteste tschechische Autor seiner Generation. Seinen Durchbruch hatte er mit dem Roman Die Schwester; es folgten Engel EXIT, Nachtarbeit, Zirkuszone und Die Teufelswerkstatt. Topol lebt in Prag.

Neben dem Autor wird außerdem seine kongeniale Übersetzerin Eva Profousová zu Gast sein.  Moderation: Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

In Kooperation mit dem Buch des Monats

Veranstalter Literaturhaus Darmstadt

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