Veranstaltungsort: Bertolt-Brecht-Schule Darmstadt, Neues Foyer, Kranichsteiner Straße 84.

Mo., 16. Mai, 19:00 Uhr
Lesung, Vortrag

Eintritt frei

Bilder und Zerrbilder von Sinti und Roma in der Kunst. Vortrag: Peter Bell, Grußwort: Rinaldo Strauß.

Bereits um 17 Uhr findet am Mahnmal für die aus Darmstadt deportierten Sinti / Große Bachgasse 7 / eine Lesung anlässlich des 78. Jahrestages des Aufstandes der Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau statt.

Seit über 600 Jahren leben Sinti in Europa und fast ebenso lange gibt es Bilder, die sie zeigen – oder zeigen könnten. Denn historische Bildwerke insbesondere die Kunst sind keine Spiegel der Wirklichkeit, sondern brechen und verzerren die Realität oder projizieren eigene Vorstellungen von Angst und Faszination gegenüber dem Fremden. In drei Etappen schauen wir auf diese Entwicklungen: auf Reisende und Handleserinnen in der Frühen Neuzeit, eine doppelte Bohème in der Moderne und die Popkultur und Emanzipation von Sinti und Roma in der Gegenwart.

Musikalische Begleitung

Das Streichquartett der Viktoriaschule Darmstadt unter der Leitung von Christina Troeger spielt Phil Glass – "Company" Satz 2 – sowie Laska Devla – traditionelles Roma-Lied, arrangiert für das Streichquartett von Christina Troeger.
Es spielen: Violine: Theodor Latocha, Leon Cavet / Viola: Benjamin Kändler Castellon / Cello: Aren Manassian

Bereits um 17 Uhr findet am Mahnmal für die aus Darmstadt deportierten Sinti / Große Bachgasse 7 / eine Lesung anlässlich des 78. Jahrestages des Aufstandes der Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau statt.

„Die Schatten von Auschwitz und die Wunden meiner Eltern“

Schüler:innen der Bertolt-Brecht-Schule und Studentinnen der TU-Darmstadt lesen aus Zeitzeugenberichten Überlebender wie der Darmstädterin Alwine Keck, berichten über Flucht und Widerstand von Oscar und Vinzenz Rose sowie den Aufstand der Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau.

Die Veranstaltung wird mit einem Grußwort von Rinaldo Strauß , Verband Deutscher Sinti & Roma, Landesverband Hessen, eröffnet. 

Peter Bell studiert nach einer Steinmetzlehre Kunstgeschichte und Betriebswirtschaftslehre sowie der Graphik & Malerei an der Philipps-Universität Marburg und promoviert zu „Getrennte Brüder und antike Ahnen. Repräsentation der Griechen in der italienischen Kunst zur Zeit der Kirchenunion (1438–1471).“ Seitdem ist „Fremdheit“ und „Armut“ einer seiner Forschungsschwerpunkte geblieben. Seit 2021 lehrt er als Professor am Kunstgeschichtlichen Institut an der Philipps Universität in Marburg.

Kooperationsveranstaltung der Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V., der BrechtGeschichtswerkstatt und dem Fachbereich Musik der Viktoriaschule https://dieBrecht.eu

Veranstalter Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V.

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