Osteingang (II. Stock, Alexander-Haas-Bibliothek) bitte klingeln

Di., 19. Mai, 18:00 Uhr

Eintritt frei

52. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek Elisabeth Schmitz - eine unerhörte evangelische Stimme gegen die NS-Judenverfolgung

Referentin: Britta Tembe, Ev. Pfarrerin, Ev. Dekanat Darmstadt

In der evangelischen Kirche gab es Frauen, die sich aktiv gegen die Verfolgung ihrer jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen einsetzten - was viel zu wenig bekannt ist. Eine profilierte Vertreterin war die Lehrerin Dr. Elisabeth Schmitz, die schon sehr früh und sehr grundsätzlich ihre Stimme erhob, um von ihrer Kirche einen deutlichen Widerstand einzufordern. 1935/36 verbreitete sie innerhalb der Bekennenden Kirche ihre Denkschrift "Zur Lage der deutschen Nichtarier". Dieses Dokument ist nicht nur ein leidenschaftliches Plädoyer für eine öffentliche kirchliche Ablehnung der Diskriminierung der Juden, sondern es wird in ihr auch politisch und theologisch argumentiert. Leider hat ihre Stimme nicht die nötige Resonanz gefunden. Auch in der Aufarbeitung des protestantisch-kirchlichen Widerstands in der Nachkriegszeit blieb ihr Engagement lange unbekannt. Erst 1999 wurde ihre Schrift wiederentdeckt und seit dem in ihrer Bedeutung gewürdigt. Die schriftlichen Zeugnisse und Aussagen von Menschen, die ihr begegnet sind, öffnen den Blick auf einen Menschen, der die auch heute nötige Zivilcourage gelebt hat.

Veranstalter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.

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