Di., 03. März, 18:00 Uhr

Literaturhaus, Vortragssaal

Gespräch

Eintritt frei

51. Bibliotheksgespräch der Alexander-Haas-Bibliothek - Neuer alter Antisemitismus

Referent: Dr. Wolfgang Geiger: Historische Grundlagen, Aktualität, vielfältige Gesichter und Defizite des Kampfes dagegen

Seit Jahren verzeichnet und beklagt man das Anwachsen des Antisemitismus, der mit dem Anschlagsversuch auf die Synagoge in Halle einen bisherigen Höhepunkt in der Verwirklichung von individuellen Vernichtungsphantasien gefunden hat. Dabei fußen die antisemitischen Einstellungen, Haltungen und Taten auf einer ganzen Skala von antisemitischen Zerrbildern, die von einfachen Vorstellungen von "den Juden" über verfestigte Vorurteile bis hin zu Verschwörungstheorien reichen. Eine ganze Reihe von Stereotypen und Vorurteilen beeinflussen dabei, wenn auch ungewollt und unbewusst, das gängige Geschichtsbild, wie es in Medien, Schulbüchern und sogar in wissenschaftlichen Darstellungen auftritt - nicht in allen, aber vielen, und selbst der "Anti-Antisemitismus" ist nicht unbedingt frei davon. Diese Grauzone zwischen absichtlichem und unabsichtlichem Antisemitismus, inklusive des auf Israel bezogenen, ist dabei die größte Gefahr.

Der Referent stellt diese These durch eine Präsentation mit zahlreichen Materialien zur Diskussion.

Referent: Dr. Wolfgang Geiger, Frankfurt a. M., Arbeitskreis Deutsch-jüdische Geschichte im Verband der Geschichtslehrer Deutschlands / Vorsitzender des Verbandes Hessischer Geschichtslehrerinnen und -lehrer.

Veranstalter Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.

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