Hauptprogramm – Literaturhaus Darmstadt

Aktuelles Programmheft

Hier finden Sie unser aktuelles Programmheft als Download.

Alle Veranstaltungen im Hauptprogramm des Literaturhauses finden – sofern nicht anders vermerkt – im Vortragssaal des Darmstädter „John-F.-Kennedy-Hauses“, Kasinostraße 3, jeweils um 19 Uhr statt.

Kulturfest im Literaturhaus Darmstadt
Fr., 26. August, 16 Uhr Literaturhaus

Wir feiern und laden Sie herzlich dazu ein.
Wie jedes Jahr.

Im Literaturhaus wird das ganze Jahr und fast jeden Tag im Auditorium, aber auch in den Vereinsräumen gelesen, diskutiert, musiziert und fotografiert. Nur einmal im Jahr, zum Sommerausklang, wird gemeinsam gefeiert. Zum vierten Mal in Folge öffnen wir am Freitag, dem 26. August 2016 alle Türen des Hauses.

Auch an diesem Tag geht es im Literaturhaus nicht nur um Literatur, alle zwanzig im Haus ansässigen Vereine sind dabei und präsentieren sich und ihre Arbeit. Das Fest bietet die besondere Gelegenheit, Geschichten, Geschichte, Musik, Kunst, Kultur und Fotografie in ihren unterschiedlichsten Formen kennen zu lernen – Schmökern, Lauschen und Mitmachen ist das Motto der Veranstaltung.

Tische, Bänke und Liegestühle auf dem Vorplatz laden ein, das im Haus Gesehene und Gehörte mit Anderen zu erörtern. Wer dazu ein feines Häppchen und ein gutes Glas Wein möchte, erhält dies direkt am Food-Truck, der vor dem Haus steht.

Am frühen Abend präsentiert Oberbürgermeister Jochen Partsch erstmalig die neue Literaturhaus-Broschüre.

Das detaillierte Programm finden sie hier .

Eintritt frei

Programmübersicht

Kulturfest im Literaturhaus Darmstadt
Fr., 26. August, 16 Uhr Literaturhaus

Wir feiern und laden Sie herzlich dazu ein.
Wie jedes Jahr.

Im Literaturhaus wird das ganze Jahr und fast jeden Tag im Auditorium, aber auch in den Vereinsräumen gelesen, diskutiert, musiziert und fotografiert. Nur einmal im Jahr, zum Sommerausklang, wird gemeinsam gefeiert. Zum vierten Mal in Folge öffnen wir am Freitag, dem 26. August 2016 alle Türen des Hauses.

Auch an diesem Tag geht es im Literaturhaus nicht nur um Literatur, alle zwanzig im Haus ansässigen Vereine sind dabei und präsentieren sich und ihre Arbeit. Das Fest bietet die besondere Gelegenheit, Geschichten, Geschichte, Musik, Kunst, Kultur und Fotografie in ihren unterschiedlichsten Formen kennen zu lernen – Schmökern, Lauschen und Mitmachen ist das Motto der Veranstaltung.

Tische, Bänke und Liegestühle auf dem Vorplatz laden ein, das im Haus Gesehene und Gehörte mit Anderen zu erörtern. Wer dazu ein feines Häppchen und ein gutes Glas Wein möchte, erhält dies direkt am Food-Truck, der vor dem Haus steht.

Am frühen Abend präsentiert Oberbürgermeister Jochen Partsch erstmalig die neue Literaturhaus-Broschüre.

Das detaillierte Programm veröffentlichen wir in Kürze auf dieser Seite.

Eintritt frei

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Abbas Khider: Die Ohrfeige
Di., 30. August, 19 Uhr

Als Abbas Khider als Flüchtling nach Deutschland kam, hießen Menschen wie er noch nicht Geflüchtete, sondern Asylanten. Sie waren Gegenstand politischer Meinungsverschiedenheiten, aber sie waren noch nicht das Thema Nummer eins, von dem das Land beherrscht wurde. Wir freuen uns, dass er – ein Deutscher Schriftsteller aus dem Irak – mit seinem neuen Roman wieder ins Literaturhaus kommt.

Das Buch handelt von einem Flüchtling, der die Ausländerbehörde betritt, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: Dass ihm endlich jemand zuhört. Dieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman über den Verlust von Heimat, ein Leben in der Fremde, Ausländerparagraphen und Behördenwillkür wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf?

Abbas Khider, 1973 in Bagdad geboren, lebt seit 2000 in Deutschland, studierte Literatur und Philosophie. 2008 erschien sein Debütroman „Der falsche Inder“, es folgten die Romane „Die Orangen des Präsidenten“ und „Brief in die Auberginenrepublik“ sowie in diesem Jahr „Die Ohrfeige“.

Den Abend moderiert der Literaturkritiker und Leiter der HR-Literaturredaktion Alf Mentzer.

Eine Kooperation mit HR2 kultur

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Peter Widmer & Kurt Drawert
Macht und Ohnmacht des sprechenden Subjekts

Di., 6. September, 19 Uhr

Der Schweizer Psychoanalytiker und Autor zahlreicher Bücher sowie Herausgeber der renommierten Zeitschrift „RISS – Freud/Lacan“, Peter Widmer, und der Darmstädter Schriftsteller Kurt Drawert, beide von Lacans Freudinterpretation fasziniert, sprechen über Macht und Ohnmacht der Sprache als symbolischer Ordnung des Subjekts.

Jacques Lacan gehört zu den bedeutendsten Theoretikern der strukturalen Psychoanalyse und der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Sein Denken, das sich an das Unmögliche richtet und ein unerfüllbares Begehren beschreibt, ist in einer Zeit der materiellen Verschwendung und massenhafter Fluchtbewegung aktueller denn je.

Über die Rolle des Unbewussten im Akt der Sprache und des Sprechens ist von Kurt Drawert die Monographie „Schreiben. Vom Leben der Texte“ erschienen, die sich einer Phänomenologie des literarischen Textes widmet. Neu von ihm ist das Langgedicht „Der Körper meiner Zeit“. Von Peter Widmer sind zuletzt erschienen: „Metamorphosen des Signifikanten“, „Der Eigenname und seine Buchstaben“, sowie die exzellente Einführung in das Werk Lacans: „Subversion des Begehrens“. Im Herbst 2016 erscheint: „Die traumatische Verfassung des Subjekts" (2 Bände).

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Gila Lustiger im Gespräch mit Harry Oberländer
Erschütterung

Mi., 21. September, 19 Uhr

Für Paris und Europa war 2015 ein trauriges Jahr: Der brutale Anschlag auf Charlie Hebdo am 7. Januar, sowie die Terrorserie vom 13. November setzt den grausamen Rahmen eines Jahres, das nicht nur in Frankreich von einer Vielzahl weiterer Übergriffe mit rassistischem und antisemitischem Hintergrund und einem erschreckenden Erstarken des Nationalismus geprägt war.

Aus Erschütterung und um gegen ihre Ohnmacht anzugehen, sammelte Gila Lustiger, die seit 1987 in Paris lebt, nach den Anschlägen möglichst viele Informationen. Ihr, die in Israel gelebt hatte, einem Land, in dem Attentate zum Alltag gehören, war klar, dass es lähmend sein könnte, sich der enormen Informationsflut auszusetzen. Sie tat es dennoch mit einem akribischen Blick auch für das scheinbar Nebensächliche. Ihr Buch ist ein kluges Plädoyer für Bildung und Erziehung in einer aus den Fugen geratenen Welt.

Gila Lustiger, 1963 in Frankfurt am Main geboren, studierte Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Ihr 2015 erschienener großer Roman über die französische Gesellschaft „Die Schuld der anderen“, stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste.

Das Gespräch mit ihr führt der Lyriker, Literaturkenner und die zentrale Figur des literarischen Lebens in Frankfurt Harry Oberländer.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Thomas Glavinic: Der Jonas-Komplex
Di., 4. Oktober, 19 Uhr

Mehrere Parallelgeschichten präsentiert Thomas Glavinic in seinem neuen Roman. Da ist ein Wiener Schriftsteller, der zwischen Drogen, Alkohol und Frauen hin- und hergerissen ist, ein Abenteurer, der mit seiner großen Liebe Marie zum Südpol laufen will, und ein 13-Jähriger in der Weststeiermark, der davon träumt, Schachgroßmeister zu werden. In meisterhaften Beschreibungen und hinreißenden Dialogen wird skizziert, wie die wirkliche Welt auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben trifft.

Wir freuen uns, dass mit Thomas Glavinic einer der meistdiskutierten deutschsprachigen Schriftsteller bei uns zu Gast sein wird. Seit seinem ersten Roman „Carl Haffners Liebe zum Unentschieden“, der 1998 erschien, erhielt er zahlreiche Literaturpreise wie den Friedrich-Glauser-Preis für „Der Kameramörder“ und stand 2007 mit „Das bin doch ich“ auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zahlreiche seiner Romane wurden für die Bühne adaptiert und verfilmt. Seine Werke sind in zwanzig Sprachen übersetzt.

Die FAZ schrieb über „Der Jonas-Komplex“: „… eine ziemlich grandiose, maßlose, das Herz zum Rumpeln bringende Fortschreibung der universellen Angst- und Verlorenheitsenzyklopädie, an der Thomas Glavinic arbeitet.“

Sein Gesprächspartner wird an diesem Abend sein Lektor Albert Henrichs vom S. Fischer Verlag sein.

Eintritt 6 €, ermmäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Manfred Mittermayer im Gespräch mit Oliver Brunner über Thomas Bernhard
Di., 11. Oktober, 19 Uhr

Polarisierender Skandalautor, Klassiker der Weltliteratur, weltberühmter Dramatiker, österreichisches Phänomen: All das und noch viel mehr war Thomas Bernhard, dessen umfassende Biografie nun vorliegt.

Der Thomas-Bernhard-Experte Manfred Mittermayer fasst Leben und Werk des Autors in eine große Erzählung, die von Bernhards „Herkunftskomplex“ – der Familie seines Großvaters Johannes Freumbichler – bis zu seinem frühen Tod nach jahrelanger Krankheit reicht. Differenziert zeichnet Mittermayer das vielschichtige öffentliche Erscheinungsbild, aber auch die privaten Lebensstationen nach und setzt die wesentlichen Prosawerke und Theaterstücke in Bezug zu einem Lebensweg, der untrennbar mit der Nachkriegsgeschichte verbunden ist.

Mit Manfred Mittermayer spricht Oliver Brunner, Schauspieldirektor des Staatstheaters Darmstadt.

Wir hören Thomas-Bernhard-Texte und werden viel über diesen berühmten und besonderen Autor erfahren.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Ronja von Rönne & Tilman Rammstedt
Do., 13. Oktober, 19:30 Uhr Lesung in der Centralstation!

„Ronja von Rönne wischt das Blau vom Himmel.“ Sie ist das It-Girl des Berliner journalistisch-literarischen Komplexes: Ronja von Rönne schreibt SUV-Tests und über AfD-Demos, die Antifa nennt sie „antifeministische Feuilletonfresse“ (Georg Diez, Der Spiegel)

Wenn Tilman Rammstedt einen Roman schreibt, entsteht „ein Affenzirkus, eine Liebeserklärung an die Fantasie.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung).

Die Idee, beide an einem Abend vorzustellen, entstand während der neuen, sehr gut angenommenen Reihe „Auswärtsspiel“ (Lesungen an ungewöhnlichen Orten), die sich Centralstation und Literaturhaus für den Sommer ausdachten. Im Gespräch nach der Lesung von Ronja von Rönne fragten wir sie, ob sie sich das vorstellen könne, denn sowohl Centralstation, wie auch Literaturhaus wollten auch Tilman Rammstedt im Herbst einladen. Nun kommen beide, wir freuen uns sehr.

Ronja von Rönne liest Unveröffentlichtes, Tilman Rammstedt aus seinem Roman „Morgen mehr“.

Eine Veranstaltung von Literaturhaus und Centralstation in Kooperation mit Leseland Hessen

Eintritt 8 €, ermäßigt 4,80 €
Tickets über die Centralstation

 

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Waref Abu Quba, Christoph Rau
Stadt, Licht, Bewegung
Willkommen in Darmstadt

Di., 1. November, 19 Uhr

Der eine Filmemacher, der andere Fotograf. Jeder nähert sich der Stadt Darmstadt auf seine Weise und hat eine eigene Thematik, der Abend verspricht anregend, erhellend und aufschlussreich zu werden.

Der professionelle Filmregisseur, Filmemacher und Animator Waref Abu Quba ist vor knapp zwei Jahren als Geflüchteter aus Syrien nach Deutschland gekommen und lebt in Darmstadt. "Stadt, Licht & Bewegung“ ist ein experimenteller Film, welcher in Zusammenarbeit mit drei Musikern aus Deutschland, USA und Kanada entstanden ist und Darmstadt als Kulisse hat. Dieser Film ist ein persönliches Dankeschön an die Darmstädter/innen für ihre Hilfsbereitschaft und Gastfreundlichkeit.

Der Fotograf und Locationscout Christoph Rau hat Portraits von in Darmstadt angekommenen Flüchtlingen Helfern und Dolmetschern gemacht. Sein Buch „Willkommen in Darmstadt“ will das abstrakte Wissen um das Flüchtlingsgeschehen mit dem Einzelschicksal, mit den betroffenen Menschen verbinden und den selbstlosen Einsatz der vielen Helfer sichtbar machen. Es will die spontan, aber überraschend effektiv koordinierte, komplexe Leistung der städtischen Behörden und der Hilfsorganisationen anerkennend herausstellen.

Film und Buch werden vorgestellt. Johannes Breckner, Leiter der Redaktion Kultur und Gesellschaft im Darmstädter Echo, wird mit beiden Künstlern ein Gespräch führen.

 

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Katja Behrens trifft Gianni Jovanovic
Nachts, wenn Schatten aus dunklen Ecken kommen

Di., 8. November, 19 Uhr

Katja Behrens erzählt in Ihrem neuen Roman von freudigen und magischen, zuweilen dramatischen und befremdlichen Begebenheiten aus dem Leben von Nono (Gianni Jovanovic), der in einer Roma-Familie zur Welt kommt. Mit seinen Eltern und Verwandten zieht er von Stadt zu Stadt, lebt in Rüsselsheim, Darmstadt, Nürnberg, Frankfurt und Köln. Schon als kleiner Junge merkt Nono, dass er anders ist. Weil er nicht ausgestoßen werden will, beschließt er, ein „richtiger Zigeuner“ zu werden. Im Alter von vierzehn Jahren wird Nono mit der dreizehnjährigen Julijana verheiratet. Mit achtzehn ist er bereits zweifacher Vater. Er weiß, dass er Männer liebt, und legt drei Jahre später seine Homosexualität offen, was erst einmal zum Bruch mit der Familie führt.

Wir freuen uns, dass Gianni Jovanovic an dem Abend dabei sein wird. Er lässt sich in keine Schublade stecken. Der 38-Jährige ist Vater, Großvater, Ehemann und Unternehmer. Zu seinen Kindern und Enkeln hat er eine enge Bindung. Seine Sorge ist, dass seine Kinder als Roma-Deutsche die gleichen Erfahrungen machen könnten wie er selbst. Deshalb setzt er sich seit etwa zwei Jahren als Aktivist für die Rechte von Roma ein.

Der Abend wird begleitet von der Sängerin und Komponistin Matilda Leko. Sie ist mit der Musik des Balkans und der Roma aufgewachsen. Die serbisch-österreichische Musikerin wurde in Wien geboren.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Karten an der Abendkasse

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Vergabe des „Kranichsteiner Literaturpreises“
im Literaturhaus

Fr., 11. November, 19 Uhr

Der vom Deutschen Literaturfonds vergebene Kranichsteiner Literaturpreis geht 2016 an Ulrich Peltzer. Er erhält den Preis in Anerkennung seines bisherigen Werks unter besonderer Berücksichtigung des Romans „Das bessere Leben“. In der Begründung der Jury heißt es:
„In Ulrich Peltzers Roman Das bessere Leben Jagen zwei Männer und eine Frau um die Welt, dem großen Geld auf der Spur. Oder vielleicht doch eher dem Glück? Eindrucksvoll stellt Peltzer unter Beweis, dass man auf die Zuspitzungen der Gegenwart literarisch reagieren kann: kein linearer Plot, sondern ein polyphones Cluster, keine übergeordnete Beobachterinstanz, sondern ein Erzählen aus dem Inneren der Figuren heraus. Gedankenketten, Erinnerungssplitter und Dialogfetzen vermischen sich. Das bessere Leben ist auch ein Roman über die Zukunft des Schreibens.“

Ebenfalls ausgezeichnet wird in diesem Jahr der in Chieming am Chiemsee lebende Autor Norbert Niemann. Er erhält ein 10-wöchiges Aufenthaltsstipendium im Deutschen Haus der New York University. Das London-Stipendium an der Queen Mary University sprach die Jury der Autorin Daniela Danz zu, die im thüringischen Kranichfeld lebt.

Für den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominierte die Jury die Autorinnen Shida Bazyar und Marie Malcovati sowie den Autor Senthuran Varatharaja.

Der Jury gehören Maike Albath, Wilfried F. Schoeller und Christine Wahl an.

Eintritt frei

Programmübersicht

Deborah Feldman: Unorthodox
Di., 15. November, 19 Uhr

„Ein faszinierender Blick in die wahnwitzigen Regeln einer religiösen Sekte, stellvertretend für jedwede fundamentalistische Gemeinschaft.“ Emma

„Ein mutiges und wichtiges Buch der heute in Berlin lebenden Autorin – und ein starkes Lektüreerlebnis obendrein.“ Deutschlandfunk

Deborah Feldman wuchs in einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in der Nähe von New York auf. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft führen ein abgeschirmtes Leben nach strengen Vorschriften. Sexualität ist ein Tabu, Ehen werden arrangiert, und im Alltag wird Jiddisch gesprochen. Die Gemeinde zählt heute ca. 120.000 Mitglieder, denen sie ein Netz an Sicherheit gewährt – ohne jegliche Freiheit. Über ihren Ausstieg aus dieser Welt hat Deborah Feldman ein Buch geschrieben, das in den USA Riesenerfolg hatte. Seit Anfang 2015 lebt sie mit ihrem Sohn in Berlin, wo sie sich dem Leben ihrer in Ungarn geborenen Großeltern nahe fühlt.

Der Abend wird moderiert von der Journalistin Sylvia Schwab, der Hessische Rundfunk zeichnet auf.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit
der Luise-Büchner-Gesellschaft,
der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Darmstadt
sowie in Kooperation mit hr2-kultur

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €

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„Buch des Monats“
Szczepan Twardoch: Drahttp://www.literaturhaus-darmstadt.de/admin#Root_Content_set_DatumundUhrzeitch

Di., 22. November, 19 Uhr

Wie immer und bewährt am Ende des Jahres: Das „Buch des Monats“ bestreitet den Abend. In diesem Jahr ausnahmsweise nicht mit einem Überraschungsgast, sondern dem Autor des Monats Juni.

Es gab schon viele Erzählerfiguren in der vieltausendjährigen Geschichte der Literatur. Aber dass die Erde, der große Drachen, der alles verschlingt und wieder ausspuckt, als Erzählerin fungiert und von 1241 bis 2014 im schlesischen Zwischenreich, gelegen halb und halb unter Polen und Deutschland, von Liebes-, Todes-, Weltkriegs-, Verrats-, Mord- und Wahnsinnsfällen erzählt, und das auch noch als groß ausgreifende, ironiekühle, völker- und zeiten- und sprachen- und katastrophenüberspannende Familiengeschichte – das hat der junge, geniale polnische Schriftfabelsteller Szczepan Twardoch, Jahrgang 1979, mit seinem Roman „Drach“ so grandios hinbekommen, dass ihm das so schnell keiner nachschreibt.

Darmstädter Jury „Buch des Monats“ (Gerhard Stadelmaier)

Moderation und Übersetzung: Manfred Mack und Dr. Andrzej Kaluza

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Deutschen Polen-Institut

Eintritt frei

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