Hauptprogramm – Literaturhaus Darmstadt

Aktuelles Programmheft

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Alle Veranstaltungen im Hauptprogramm des Literaturhauses finden – sofern nicht anders vermerkt – im Vortragssaal des Darmstädter „John-F.-Kennedy-Hauses“, Kasinostraße 3, jeweils um 19 Uhr statt.

Verena Lueken trifft Dietmar Dath
Di., 19. Januar, 19 Uhr

"Ein Buch wie ein guter, sehr langer Song.
Rheinische Post

Verena Lueken ist mit „Alles zählt“ ein großartiger Roman über das Leben und die Literatur, die Krankheit und die Hoffnung gelungen: Feinfühlig, klar und lakonisch erzählt sie von einer klugen Frau, die sich vom Tod vor ihren Augen den Blick nicht verstellen lässt. Und davon, was Halt gibt und am Leben hält.

Im Mai 1955 geboren in Frankfurt am Main, humanistisches Abitur. Tanz-Studium in Frankfurt und Philadelphia, Soziologie, Germanistik und Filmwissenschaft in Frankfurt und New York. Sie hat sich als Gesprächspartner Ihren Journalisten – und Schriftstellerkollegen Dietmar Dath ausgesucht:

Man kann ihm schon vorwerfen, zu viele Bücher zu schreiben – aber was soll der Mann auch anderes machen, wenn er neben seinen Tätigkeiten als Kommunist und Chef-Nerd des deutschen Feuilletons auch noch der einzige relevante Science-Fiction-Schriftsteller der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur sein muss. Tausend neue Welten, und man will sie alle ansehen: Dietmar Daths neuer Science-Fiction-Roman „Venus siegt“ ist eine spektakuläre Zumutung...“ schreibt Lars Weisbrod in der ZEIT

Beide sind Redeakteure im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Beide sind Schriftsteller mit sehr unterschiedlichen OEuvren. Es dürfte ein spannender Abend über verschiedene Herangehensweisen des Schreibens werden.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Ludger Hünnekens & Adrienne Schneider
Mo., 25. Januar, 18 Uhr

Literaturstadt Darmstadt - Fakten, Meinungen, Fiktionen

Adrienne Schneider (Literaturhaus) und Prof. Dr. Ludger Hünnekens (Kulturreferent) nehmen Stellung.

Büchnerpreis, PEN-Zentrum, Literarischer März, die Textwerkstatt, der Literaturfonds, die Rosenhöhe mit ihren Künstlerhäusern, die Akademie für Sprache und Dichtung und das Literaturhaus als „Herberge“ für viele literarische Initiativen und Vereine: Sie alle sind hier beheimatet. In Darmstadt leben die Künste! Trifft dieser Slogan aus den 60er Jahren noch zu? Ist Darmstadt ein „Zentrum der Literatur?“

- Wie steht Darmstadt im deutschen Literaturbetrieb da?
- Wo liegen die besonderen Stärken und „Alleinstellungsmerkmale“?
- Welche Pläne und Vorhaben gibt es von Seiten der Stadt?

Moderation: Heidrun Bleeck und Walter Schwebel

Eintritt frei

Eine Veranstaltung mit der Akademie 55plus in der Reihe „Aka im Gespräch“

Programmübersicht

Marcel Beyer
Mi., 27. Januar, 19 Uhr

Die zweite Darmstädter CARTE BLANCHE vergibt die Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik an eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Literatur, an den Lyriker und Romanautor Marcel Beyer. Er arbeitet seit langer Zeit intensiv mit zahlreichen Komponisten der zeitgenössischen Musik zusammen und liefert virtuose Textgrundlagen für Werke von ganz unterschiedlichen Künstlern wie Enno Poppe, Manos Tsangaris oder Anno Schreier. Von dieser Zusammenarbeit wird in einem Lesungskonzert im Darmstädter Literaturhaus in Wort und Ton zu hören sein.

In ihrer Konzertreihe CARTE BLANCHE verlässt die Frankfurter Gesellschaft für Neue Musik die Komfortzone der zeitgenössischen Musik und öffnet den Konzertraum der Literatur. Die Reihe CARTE BLANCHE findet in drei Städten der Rhein-Main-Region statt: In Kooperation mit den Literaturhäusern Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt werden in jeder der drei Städte zwei Abende veranstaltet, an denen die Programmgestaltung an sechs Persönlichkeiten delegiert wird, die man zunächst nicht im Soziotop der Neuen Musik verortet. Das Publikum kennt nur den Gast des Abends, der konkrete musikalische Inhalt wird, ähnlich dem klassischen „musikalischen Salon“, erst im Laufe der Veranstaltung bekannt. Die Protagonisten der Reihe erhalten so eine wirkliche „Carte blanche“, was Aufbau und Inhalt der Abende betrifft.

Eintritt 10 €, ermäßigt 6 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Enoh Meyomesse
Vorstellung des neuen Elsbeth-Wolffheim-Stipendiaten der Stadt Darmstadt und des PEN-Zentrums

Di., 2. Februar, 19 Uhr

Gespräch und Lesung mit dem Autor Enoh Meyomesse zur Situation in Kamerun

Begrüßung: Oberbürgermeister Jochen Partsch

Moderation: Franziska Sperr, Vizepräsidentin und Writers in Exile-Beauftragte des PEN-Zentrums Deutschland und Sascha Feuchert, Writers in Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland
Dolmetscher: Jürgen Strasser

Kamerun, deutsche Kolonie von 1884 bis 1919, später unter französischer und britischer Herrschaft, erhielt im Jahre 1960/61 die Unabhängigkeit. Seitdem wurde die Pressefreiheit konsequent behindert und ein Mehrparteiensystem verhindert. Wie sich das auf den Einzelnen auswirkt, musste der Autor und Politikwissenschaftler Enoh Meyomesse am eigenen Leibe erfahren.

Als neuer Stipendiat des Elsbeth-Wolffheim-Stipendiums berichtet er über die Situation in seiner Heimat sowie über seine Zeit in Haft und sein Leben im Exil. Die Stadt Darmstadt und das PEN-Zentrum Deutschland laden zur Veranstaltung im Literaturhaus Darmstadt ein.

Eintritt frei

Programmübersicht

Katja Behrens trifft Heiner Boehncke
Di., 23. Februar, 19 Uhr

Das erneute Erscheinen des langjährig vergriffenen Buches „Roman von einem Feld“ von Katja Behrens, der derzeitigen Turmschreiberin ist Anlass des Gesprächsabends zu dem Katja Behrens sich den in Hessen bekannten Autor, Herausgeber und Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft Heiner Boehncke gewünscht hat. Er ist zudem künstlerischer Leiter des Rheingau Literatur Festivals und Vorstandsmitglied der Frankfurter Romanfabrik. Er hat – in der Regel gemeinsam mit Hans Sarkowicz – eine Reihe von Büchern zur Geschichte, Literatur und Kultur Hessens veröffentlicht.

Katja Behrens ist freie Schriftstellerin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und war von 2007 bis 2009 dessen Vizepräsidentin und Writers-in-Prison-Beauftragte.

Mit „Roman von einem Feld“ hat Sie dem „Oberfeld“ und damit Darmstadt ein Denkmal in Schriftform geschenkt, einen Roman, der sich sprachlich genau und in einem wunderbar komponierten Jahreszeitendrama der Flora und Fauna, der Regionalhistorie vom Mittelalter bis zur Jetztzeit widmet.

Die Gesprächspartner sind beide versierte Kenner von Landschaften und deren Beschreibungen, sie werden den Abend nutzen, sich auszutauschen und den Zuhörern Spannendes mit zu vermitteln.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Clemens J. Setz trifft Nora Bossong
Mi., 9. März, 19 Uhr

Man sollte gar nicht erst anfangen, im Internet nach Clemens Setz zu recherchieren, zumindest nicht, wenn man wenig Zeit hat und einen Text über ihn schreiben will, in dem man ihn und seine Werke kurz beschreiben möchte. Seine Bücher sind dick, es gibt zahllose Rezensionen, unglaublich für einen so jungen und in der literarischen Szene relativ neuen, 1982 geborenen Mathematik und Germanistik Studium – Absolventen und Autor aus Graz. Man sollte seine Bücher lesen zum Beispiel den zuletzt erschienen Roman, „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ und sich einfach auf diesen Abend freuen.

Er wünschte sich als Gast zum „Wortwechsel“ Nora Bossong.

Die ebenfalls im Jahr 1982 in Bremen geborene Autorin hat in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik studiert. Zuletzt erschien der Roman „36,9 Grad“ über den Simon Strauß in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schrieb: „Ein kluger wie leidenschaftlicher Roman über den marxistischen Denker und Politiker Antonio Gramsci. ... Ein Buch, das einen ganz in seinen Bann zieht. Dessen Lektüre fasziniert, weil hier mit großer Schlagfertigkeit, ohne jeden falschen nostalgischen Ton davon erzählt wird, wie heftig der Kampf um politische Überzeugungen zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Europa tobte.“

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Frank Witzel trifft Ingo Schulze
Di., 12. April, 19 Uhr

„Cool irgendwie. Und ein schönes Beispiel dafür, wie eigenwillig – im besten Sinne – Juryentscheidungen sein können. Wer noch einmal behauptet, der deutsche Literaturbetrieb tendiere zum Mainstream, passt gerade wirklich nicht richtig auf“, schrieb die TAZ zur Entscheidung der Jury, den Deutschen Buchpreis 2015 Frank Witzel zuzuerkennen. Im Grunde ist dem nichts hinzuzufügen. Wir freuen uns, dass er in das Literaturhaus kommen kann und sich zum Gesprächspartner seinen Kollegen Ingo Schulze ausgesucht hat, den Erstleser und somit sozusagen Erstlektor des ausgezeichneten Romans mit dem durchaus nicht eingängigen Titel „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“.

Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden studierte Klassische Philologie und Germanistik und lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
In seinem zuletzt erschienen Buch „Unsere schönen neuen Kleider“ benennt er die Ursachen von Demokratieverlust und sozialer Polarisierung in unserer von Globalisierung geprägten Gesellschaft. Er zeigt, dass es notwendig ist, sich selbst wieder ernst zu nehmen, die Vereinzelung zu überwinden und die Welt als veränderbar zu begreifen.
Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Enoh Meyomesse & Feridun Zaimoglu
Di., 10. Mai, 19 Uhr

Sie kennen sich nicht. Sie sprechen nicht die selbe Sprache. Sie haben (noch) keinen Anknüpfungspunkt außer einem: ihrer Neugier. Im November 2015 ließen sich Enoh Meyomesse und Feridun Zaimoglu auf ein Experiment ein und begannen mithilfe des Übersetzers Jürgen Strasser einen Dialog. In Briefen lernten sie sich kennen, erfuhren mehr über das Leben und die Träume des jeweils anderen. Während Meyomesse als aktiver Blogger ständig online ist, arbeitet Zaimoglu mit Schreibmaschine und Faxgerät. Wie nah sind sich die beiden ein halbes Jahr später gekommen?

Enoh Meyomesse (*1954), Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Stadt Darmstadt, ist in seinem Heimatland Kamerun ein erfolgreicher Schriftsteller. Er veröffentlicht Romane, Lyrik und Theaterstücke. Wegen seiner politischen Aktivitäten verbrachte er insgesamt 40 Monate im Gefängnis.

Feridun Zaimoglu (*1964) ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren. Daneben ist er als bildender Künstler und Kurator tätig und beteiligt sich immer wieder an politischen Debatten. Zuletzt erschien sein Roman „Siebentürmeviertel“.

Moderation: Daniella Baumeister
Lesung, deutsche Stimme von Enoh Meyomesse: Christian Klischat
Übersetzung: Dr. Jürgen Strasser

Die Begegnung wurde im Rahmen des Themenschwerpunkts „Transit“ vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain und hr2-kultur initiiert und findet in Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain und dem PEN-Zentrum Deutschland statt.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Susanne Kern & Petra Plättner
Frauen in Rheinhessen

Di., 24. Mai, 19 Uhr

Mit den Neuordnungen des Wiener Kongresses entstand 1816 auch die Provinz Rheinhessen als neuer, westlicher Teil des ebenfalls neuen Hessischen Großherzogtums. Dieses Jubiläum und immerhin knapp 130 Jahre Geschichte Rheinhessens als Teil Hessens, die erst mit den Neuregelungen durch die Aliierten Befreier 1945 endete, wird mit zahlreichen Ausstellungen, Symposien und Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz begangen. Heute gibt es keine politische Körperschaft mehr mit diesem Namen, geblieben ist die räumlich fast gleiche „Weinbauregion Rheinhessen“.

Als Beitrag zum Jubiläum haben die Autorinnen Susanne Kern und Petra Plättner von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz in ihrem neuen Buch „Frauen in Rheinhessen – von 1816 bis heute“ 35 Frauenportraits zusammengefasst. Mit einigen von Ihnen werden sie uns bei der Buchvorstellung bekannt machen.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus und Luise Büchner-Gesellschaft

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €, für Mitglieder der Luise-Büchner-Gesellschaft frei
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Roland Kaehlbrandt trifft Heinrich Detering
Di., 31. Mai, 19 Uhr

„Es ist ein gutes, ein nützliches Buch. Alle Deutschen, die ihre Sprache nicht verleugnen wollen, sollten es lesen und seine Vorschläge beherzigen.“ Alfred Grosser

„Logbuch Deutsch – wie wir sprechen, wie wir schreiben“ ist eine Liebeserklärung von Roland Kaehlbrandt an die deutsche Sprache, aber auch ein kritisch-sarkastischer Zustandsbericht: Wird das Deutsche in absehbarer Zeit nur noch eine Alltags- und Familiensprache sein oder wird es seinen Status als voll ausgebaute Hochsprache auch in entscheidenden Bereichen wie Wissenschaft, Wirtschaft und Politik behalten?

Roland Kaehlbrandt hat als Initiator mehrerer Sprachprojekte wie „DeutschSommer“, „Frankfurt schreibt!“ den Gebrauch der deutschen Sprache über viele Jahre beobachtet und zeigt uns, wie reizvoll sie sein kann. Sein Logbuch skizziert -- immer kurzweilig, manchmal sarkastisch -- die Sprachpraxis in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Kaehlbrandt zeigt, wie wir unsere Sprache beschädigen, wenn wir sie für moralische Zwecke instrumentalisieren oder durch den Gebrauch von Imponierwörtern aushöhlen. Wer das Logbuch gelesen hat, wird eine Reihe von Fehlern nicht mehr machen wollen.

Sein Gesprächspartner an dem Abend wird Heinrich Detering sein, Literaturwissenschaftler und Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Auswärtsspiel: Ronja von Rönne - Wir kommen
Do., 2. Juni, 19:30 Uhr Galerie Kurzweil, Bismarckstraße 133a, 64293 Darmstadt

In ihrem spannenden Romandebüt „Wir kommen“ entwickelt die junge Autorin eine komplizierte Vierecks-Liebesgeschichte.

Centralstation und Literaturhaus fliegen aus zum „Auswärtsspiel“! Und zwar mit drei Literaturveranstaltungen Anfang Juni an ungewöhnlichen und lauschigen Orten in Darmstadt. Gelesen wird natürlich aus guten Büchern vielversprechender Autoren. Wie der Abend sich im Anschluss an eine jede Lesung gestaltet, ist ungewiss – schließlich ist Sommer und die Tage sind lang... Literaturhaus und Centralstation sind jedenfalls mit von der Party!

Zum ersten Auswärtsspiel lädt die junge Autorin Ronja von Rönne am Donnerstag, dem 2. Juni, in die Galerie Kurzweil ein. In ihrem Romandebüt „Wir kommen“ erzählt sie von Nora, deren Therapeut sie aufgefordert hat, sich Notizen zum Leben zu machen. So erzählt die Protagonistin von ihrer vielschichtigen und komplizierten Liebesbeziehung zu drei anderen Menschen. Eine Vierecks-Liaison, so fragil wie ein Kartenhaus.

Der in Augsburg lebende Schriftsteller Thomas von Steinäcker hat einen atemberaubenden Roman über die Zukunft unserer Gegenwart geschrieben. „Die Verteidigung des Paradieses“ ist literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend. Sein Auswärtsspiel findet am Montag, dem 6. Juni, am Osthang Mathildenhöhe statt.

Beim letzten Termin des Auswärtsspiels am Freitag, dem 10. Juni, tanzen die beiden Autoren Clemens Meyer und Claudius Nießen ein wenig aus der Reihe. Ein Jahr lang haben sie alte VHS-Archive geplündert, DVD-Sammlungen zerlegt, ihr Sozialleben vernachlässigt und sich durch einen üblen Berg irrer Filme geschaut. Filme die so unterirdisch sind, dass es wehtat, darüber zu schreiben. Aber sie haben es getan. Und an welchem Ort könnten sie besser aus „Zwei Himmelhunde“ lesen, als im Programmkino Rex?!

Eintritt 8 €, ermäßigt 6 €

Literaturhaus Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation

 

Programmübersicht

Auswärtsspiel: Thomas von Steinäcker - Die Verteidigung des Paradieses
Mo., 6. Juni, 19:30 Uhr Osthang Mathildenhöhe, Olbrichweg 8-10, 64287 Darmstadt

Ein atemberaubender Roman über die Zukunft unserer Gegenwart: literarisch virtuos und philosophisch radikal.

Centralstation, Literaturhaus Darmstadt und das Literaturfestival FrankfurtRheinMain "literaTurm" fliegen aus zum „Auswärtsspiel“! Und zwar mit drei Literaturveranstaltungen Anfang Juni an ungewöhnlichen und lauschigen Orten in Darmstadt. Gelesen wird natürlich aus guten Büchern vielversprechender Autoren. Wie der Abend sich im Anschluss an eine jede Lesung gestaltet, ist ungewiss – schließlich ist Sommer und die Tage sind lang... Literaturhaus und Centralstation sind jedenfalls mit von der Party!

Zum ersten Auswärtsspiel lädt die junge Autorin Ronja von Rönne am Donnerstag, dem 2. Juni, in die Galerie Kurzweil ein. In ihrem Romandebüt „Wir kommen“ erzählt sie von Nora, deren Therapeut sie aufgefordert hat, sich Notizen zum Leben zu machen. So erzählt die Protagonistin von ihrer vielschichtigen und komplizierten Liebesbeziehung zu drei anderen Menschen. Eine Vierecks-Liaison, so fragil wie ein Kartenhaus.

Der in Augsburg lebende Schriftsteller Thomas von Steinäcker hat einen atemberaubenden Roman über die Zukunft unserer Gegenwart geschrieben. „Die Verteidigung des Paradieses“ ist literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend. Sein Auswärtsspiel findet am Montag, dem 6. Juni, am Osthang Mathildenhöhe statt.

Beim letzten Termin des Auswärtsspiels am Freitag, dem 10. Juni, tanzen die beiden Autoren Clemens Meyer und Claudius Nießen ein wenig aus der Reihe. Ein Jahr lang haben sie alte VHS-Archive geplündert, DVD-Sammlungen zerlegt, ihr Sozialleben vernachlässigt und sich durch einen üblen Berg irrer Filme geschaut. Filme die so unterirdisch sind, dass es wehtat, darüber zu schreiben. Aber sie haben es getan. Und an welchem Ort könnten sie besser aus „Zwei Himmelhunde“ lesen, als im Programmkino Rex?!

Eintritt 8 €, ermäßigt 6 €

Literaturhaus Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation und literaTurm 2016

Programmübersicht

Klaus Theweleit & Kurt Drawert
Do., 9. Juni, 19 Uhr

Kurt Drawert kennen wir als Leiter der „Darmstädter Textwerkstatt“, als Lyriker, Essayisten, Kritiker, Autor von Romanen und Theaterstücken sowie als Herausgeber von Anthologien. Zuletzt veröffentlichte er 2015 den Essayband „Was gewesen sein wird“ bei C. H. Beck. Er ist Träger zahlreicher Preise sowie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Als wir ihn fragten, mit welchem Autor er sich gerne unterhalten möchte, nannte er ohne Umschweife Klaus Theweleit.

Klaus Theweleits Dissertation: „Freikorpsliteratur; Vom deutschen Nachkrieg 1918−1923“ von 1977 war die Grundlage für das zweibändige, extensiv und ungewöhnlich bebilderte Buch „Männerphantasien“. Das Buch untersucht soldatische und faschistische Literatur und stellt die – immer wieder aktuelle – Frage, wie ein Mensch zu einem Nazi oder einem tötungsbereiten Soldaten werden kann. In seinem jüngst erschienenen Buch „Das Lachen der Täter“ erklärt Klaus Theweleit, warum Breivik ständig grinste – und warum die Lust am Töten nichts mit der Religion von Tätern zu tun hat.

Klaus Theweleit ist Johann-Heinrich-Merck-Preis-Träger für literarische Kritik und Essay 2003, er lebt seit 1966 in Freiburg und hat Lehraufträge in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich.

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 €
Kartenverkauf an der Abendkasse

Programmübersicht

Auswärtsspiel: Clemens Meyer & Claudius Nießen - Zwei Himmelhunde
Fr., 10. Juni, 19:30 Uhr Programmkino Rex, Wilhelminenstraße 9, 64283 Darmstadt

Ein Jahr lang haben die beiden Autoren sich durch einen üblen Berg irrer Filme geschaut - und darüber geschrieben. Bei uns: Die Show zum Buch zum Film.

Centralstation, Literaturhaus Darmstadt und das Literaturfestival FrankfurtRheinMain "literaTurm" fliegen aus zum „Auswärtsspiel“! Und zwar mit drei Literaturveranstaltungen Anfang Juni an ungewöhnlichen und lauschigen Orten in Darmstadt. Gelesen wird natürlich aus guten Büchern vielversprechender Autoren. Wie der Abend sich im Anschluss an eine jede Lesung gestaltet, ist ungewiss – schließlich ist Sommer und die Tage sind lang... Literaturhaus und Centralstation sind jedenfalls mit von der Party!

Zum ersten Auswärtsspiel lädt die junge Autorin Ronja von Rönne am Donnerstag, dem 2. Juni, in die Galerie Kurzweil ein. In ihrem Romandebüt „Wir kommen“ erzählt sie von Nora, deren Therapeut sie aufgefordert hat, sich Notizen zum Leben zu machen. So erzählt die Protagonistin von ihrer vielschichtigen und komplizierten Liebesbeziehung zu drei anderen Menschen. Eine Vierecks-Liaison, so fragil wie ein Kartenhaus.

Der in Augsburg lebende Schriftsteller Thomas von Steinäcker hat einen atemberaubenden Roman über die Zukunft unserer Gegenwart geschrieben. „Die Verteidigung des Paradieses“ ist literarisch virtuos, philosophisch radikal und zutiefst berührend. Sein Auswärtsspiel findet am Montag, dem 6. Juni, am Osthang Mathildenhöhe statt.

Beim letzten Termin des Auswärtsspiels am Freitag, dem 10. Juni, tanzen die beiden Autoren Clemens Meyer und Claudius Nießen ein wenig aus der Reihe. Ein Jahr lang haben sie alte VHS-Archive geplündert, DVD-Sammlungen zerlegt, ihr Sozialleben vernachlässigt und sich durch einen üblen Berg irrer Filme geschaut. Filme die so unterirdisch sind, dass es wehtat, darüber zu schreiben. Aber sie haben es getan. Und an welchem Ort könnten sie besser aus „Zwei Himmelhunde“ lesen, als im Programmkino Rex?!

Eintritt 8 €, ermäßigt 6 €

Literaturhaus Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation und literaTurm 2016

Programmübersicht